Häufig gestellte Fragen

Von der Anmeldung bis zu Kontraindikationen - finden Sie hier Antworten auf häufig gestellte Fragen.

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Wie melde ich mich an?

Der Erstkontakt, die Indikationsstellung und Anmeldung für eine Hyperthermie erfolgt ausschlieβlich in der Hochschulambulanz unserer Klinik, bei ambulanten Patienten im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bzw. bei Selbstzahlern und Privatpatienten direkt in der privatärztlichen Sprechstunde von Prof. Budach.
Zur korrekten Einschätzung ihrer Erkrankung bitten wir, möglichst alle Untersuchungsbefunde, Röntgenbilder, Arztberichte und Laborwerte mitzubringen.

Bei welchen Tumorerkrankungen ist der Nutzen der Hyperthermie besonders akzeptiert?

Bei Patienten mit lokal fortgeschrittenen Weichteilsarkomen ist die Kombination aus regionaler Tiefenhyperthermie und Chemotherapie der alleinigen Chemotherapie überlegen. Ebenso konnte bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinomen die Kombination aus regionaler Tiefenhyperthermie und Strahlentherapie im Vergleich zur alleinigen Strahlentherapie das Gesamtüberleben verlängern. Unklar bleibt allerdings, ob die Wirksamkeit einer platinhaltigen Radiochemotherapie beim Zervixkarzinom durch eine Hyperthermie weiter verbessert werden kann, weswegen derzeit nur die Behandlung von "nicht für Cisplatin qualifizierenden" Patientinnen von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt wird.
Darüber hinaus wird die regionale Tiefenhyperthermie derzeit in laufenden / geplanten klinischen Studien geprüft, was die Behandlung von Prostatakarzinom, Pankreaskarzinom und Analkarzinom Patienten einschließt, bzw. einschließen wird.

Wie häufig erfolgt eine regionale Tiefenhyperthermie, reicht eine Sitzung aus?

Die Anzahl der nötigen Behandlungen pro Patient hängt von der Tumorerkrankung und auch vom verwendeten Studienprotokoll ab, grundsätzlich sind mehrere Sitzungen sinnvoll bzw. nötig. In Kombination mit einer Strahlentherapie erfolgt die Hyperthermie 1-2 x pro Woche für etwa 5-7 Wochen (je nach Bestrahlungsdauer). Bei Weichteilsarkomen und Pankreaskarzinomen erfolgen dagegen zwei Behandlungen pro Zyklus Chemotherapie.

Kann die regionale Tiefenhyperthermie ambulant durchgeführt werden?

Nein, an der Charité Universitätsmedizin Berlin ist jede Hyperthermie-Behandlungssitzung mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden. Dieser erfolgt in der Regel auf der Bettenstation der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, W61, wo wir Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten wollen.

Je nach Chemotherapie können auch längere stationäre Aufenthalte nötig werden.

Wie lange dauert eine Behandlungssitzung mit regionaler Tiefenhyperthermie?

Insgesamt beträgt die Aufenthaltszeit im Therapiegerät etwas länger als  90 Minuten pro Behandlung. Diese Zeit setzt sich zusammen aus der eigentlichen Wärmbehandlung von ca. 90 Minuten und aus einigen Minuten vor und nach der Behandlung (Patientenpositionierung in der Anlage, Legung der Temperatursonden, Temperaturmessung nach der Therapie (Temperaturabklingphase), etc., Von den ca. 90 Minuten der Wärmebehandlung entsprechen die ersten ca. 30 Minuten der Aufwärmphase, in der die angelegte Leistung stetig erhöht wird, bis die Zieltemperatur erreicht wird. Die folgenden ca. 60-Minuten entsprechen der eigentlichen Therapiedauer.

Übernimmt meine Krankenkasse die Behandlungskosten?

Die Behandlungskosten werden von den Krankenkassen nicht generell übernommen, sondern nur für Erkrankungen bei denen die Hyperthermie durch die Krankenkassen als gesicherte Behandlungsmethode eingestuft wird:

  • Weichteilsarkome
  • Lokal fortgeschrittene Zervixkarzinome, welche keine Cisplatin-Chemotherapie erhalten
  • Solide Tumoren des Kindes und Jugendalter im Rahmen von klinischen Protokollen

Ansonsten erfolgt die Kostenübernahme durch die Krankenkassen falls die Behandlung im Rahmen einer autorisierten klinischen Studie erfolgt. Das Hyperthermie-Team berät Sie hierzu gerne.

Kann die Hyperthermie Nebenwirkungen verursachen?

Die Hyperthermie ist im Allgemeinen eine verträgliche Therapie. Schwerwiegende Nebenwirkungen der Hyperthermie sind nicht bekannt. Mögliche leichtere Nebenwirkungen sind örtliche Überhitzungen mit Schmerzen und kleineren Verbrennungen, die direkt bei der Behandlung entstehen können. Andere leichte Nebenwirkung können z.B. Druckbeschwerden durch große Wasserkissen bei der regionalen Tiefenhyperthermie sein.

Gibt es Kontraindikationen für eine Hyperthermie?

Sie darf nicht angewendet werden bei Patienten mit schwerer Herzerkrankung, einem Herzschrittmacher oder Metallimplantaten, z.B. künstlichen Gelenken im Therapiegebiet oder beim vorliegen einer Schwangerschaft.