Behandlungsspektrum

Für welche Patienten kommt die Hyperthermie in Frage?
Wann darf die Hyperthermie nicht angewendet werden?

Hinweis: Wir führen die Hyperthermie nur in Kombination mit Strahlentherapie und/oder Chemotherapie durch. Nach Absprache mit den Krankenkassen wird die Hyperthermie generell nur im Rahmen von klinischen Studien durchgeführt.

Sie befinden sich hier:

Für welche Patienten kommt die Hyperthermie in Frage?

In der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Charité, Campus Virchow-Klinikum wird die Hyperthermie für folgende Tumorarten eingesetzt:

Analkarzinom

Lokal fortgeschrittenes bzw. Rückfall eines Analkarzinoms

Blasenkarzinom

Lokal fortgeschrittenes Blasenkarzinom in der Erstbehandlung

Mammakarzinom

Inoperables Lokalrezidiv an der Brustwand oder makroskopischer Resttumor nach Operation

Pankreaskarzinom

Krebs der Bauchspeicheldrüse mit mikro- oder makroskopischen Resten nach Operation in Kombination mit Chemotherapie

Prostatakarzinom

Biochemisches Rezidiv nach Prostataentfernung

Zervixkarzinom

Lokal fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs oder Lokalrezidiv nach Radiochemotherapie

Weichgewebesarkome (Abdomen, Becken, Extremitäten)

  • Sichtbarer oder nicht sichtbarer Resttumor nach Operation
  • präoperativ, um den Tumor für den Funktionserhalt zu verkleinern
  • in palliativer Situation

Wann darf die Hyperthermie nicht angewendet werden?

Absolute Kontraindikationen sind Metallimplantate, wie Prothesen oder Stents, da sich diese unter Umständen sehr stark erhitzen und damit zu Verbrennungen und Nekrosen führen können. Darüber hinaus sollte Hyperthermie nicht bei schweren Herzerkrankungen zum Einsatz kommen, da die Überwärmung das Herz-Kreislauf-System belastet. Weitere Gegenanzeigen sind das Bestehen einer Schwangerschaft und Herzschrittmacher, deren Funktion durch die zur Überwärmung genutzten elektromagnetischen Wellen gestört werden könnten.